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ver.di ruft Frankfurter Bankkunden zu Protestaktionen auf

Gegen Provisionen statt festem Gehalt

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will den Tarifkonflikt im Bankengewerbe mit Hilfe von Bankkunden wieder in Schwung bringen. Am kommenden Freitag sollen Bankkunden und Passanten in den Tarifkonflikt miteinbezogen und zu Protestaktionen aufgerufen werden, sagte Herbert Bayer, Sekretär für den Bereich Finanzdienstleistungen von ver.di in Frankfurt am Main. Der bisher vorgeschlagene Weg der Arbeitgeber, die Gehälter durch Provisionszahlungen umzustellen, würde das Verhältnis zwischen Bankkunden und Kundenberatern total verändern.

"Denn mit der Umstellung der Gehälter auf das geplante Provisionsmodell, besteht zunehmend die Gefahr, dass Beratungen eher auf verkaufsorientierte Abschlüsse zielen und damit die qualitative und objektive Beratung verloren geht", sagte Bayer weiter. Kunden sollen ebenfalls die Möglichkeit bekommen, sich direkt an ihre Bank zu wenden, um ver.di zu unterstützen. Geplant seien außerdem weitere Streiks Ende August.

Im seit Monaten andauernden Banken-Tarifkonflikt war zuletzt Anfang Juli ein Sondierungsgespräch zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gescheitert. Knackpunkt ist das Beharren der Bankunternehmen auf Ersetzung von bis zu 35 Prozent des Gehalts der Vertriebsmitarbeiter durch ein leistungsbezogenes Provisionssystem.

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