Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz
Patienten legen großen Wert auf Datenschutz in der Arztpraxis
Auf die Frage, ob es für sie wichtig sei, dass Ärzte das Patientengeheimnis in ihrer Arztpraxis sicherstellen, antworteten 95,3 Prozent mit Ja und nur 3 Prozent Nein. Nur 4,4 Prozent der Befragten würden zu einem Arzt in Behandlung gehen, bei dem sie wüssten, er würde das Patientengeheimnis ignorieren, 88,6 Prozent würden sich gegen solch einen Arzt entscheiden.
Zusammengefasst ergibt sich aus beiden Fragen, dass die Patienten das Patientengeheimnis als sehr wichtig einstufen und dass 88 % sogar einen Arzt meiden würden, der mit ihren Patientendaten nicht sorgsam umgeht. Verletzungen des Patientengeheimnisses können also im Ergebnis den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis beeinträchtigen.
Auf die Frage, ob man schon einmal in einer Arztpraxis Daten Dritter mithören konnte, beantworteten 50,1 Prozent der Befragten mit Ja, 46,1 Prozent mit Nein. Das zeigt, dass der Datenschutz in vielen Arztpraxen durchaus noch verbesserungsfähig ist. 50,1 Prozent der Befragten gaben an, schon einmal Daten Dritter mitangehört zu haben.
Schließlich ergab die Umfrage, dass sich die Patienten auch für das weitere Schicksal ihrer Daten interessieren. Auf die Frage, ob man vom Arzt unterrichtet werden wolle, wenn dieser Daten - zulässigerweise - an Dritte übermittelt, antworteten 88,3 Prozent mit Ja und nur 6 Prozent mit Nein.
Viele Besucher des Ausstellungsstandes äußerten sich positiv über die Aktion "Datenschutz in meiner Arztpraxis". Dies sei wirklich ein zentrales Anliegen des Datenschutzes, bei dem der einzelne Patient allein nicht viel ausrichten könne.
Inzwischen hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz eine ausführlichere Online-Befragung zum gleichen Themenkomplex gestartet, die im Internet unter
www.datenschutzzentrum.de/medizin zu finden ist. Wer möchte, kann sich gerne noch an dieser Umfrage beteiligen.
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Am 09. Aug. 2002 unter:
nachrichtenStichworte:
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