Nach der Flugzeugkollision am Bodensee

Millionenschwere Schadensersatzforderungen an Flugsicherung und Frachtflieger

Zehn Wochen nach der Flugzeug-Kollision am Bodensee fordert die Bashkirian Airlines Schadensersatz in Höhe von rund 20 Millionen US-Dollar von der Flugsicherung Skyguide und dem Frachtunternehmen DHL. Für die Angehörigen der 69 russischen Opfer verlange er jeweils mindestens 100 000 Dollar, sagte der von der Fluggesellschaft beauftragte Berliner Anwalt Elmar Giemulla den "Stuttgarter Nachrichten" vom Donnerstag.

Vom baschkirischen Staat hätten die Familienangehörigen für jedes Opfer 3 500 US-Dollar erhalten. Nach Ansicht von Giemulla ist dies unzureichend. Der Anwalt sagte weiter, es werde geprüft, ob eine Klage in den USA durchsetzbar ist. In diesem Fall würde sich die Klage gegen die zweite Maschine des Unglücks, die Boeing des Frachtunternehmens DHL, richten.

Bei dem Zusammenstoß der beiden Maschinen waren 71 Menschen, darunter viele Kinder, gestorben. Die Aufsicht über die Flüge in der Bodenseeregion hatte die Schweizer Flugsicherung Skyguide.

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