Auch 2001 Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen
Klimasünder: USA bleibt weltweit größter Kohleverbraucher vor China
Besonders interessant ist die Entwicklung in den Industrieländern, die sich im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen dazu verpflichtet haben, ihre Emissionen bis 2000 gegenüber dem Wert von 1990 nicht zu steigern, sondern später sogar zu verringern. Tatsächlich gingen die Emissionen der Industrieländer zwischen 1990 und 2001 um etwa 1 Prozent zurück. "Dieser Rückgang ist vor allem auf die Entwicklung in den ehemaligen Zentralplanwirtschaften Mittel- und Osteuropas zurückzuführen. In den westlichen Ländern hingegen stieg der Ausstoß im selben Zeitraum - abgesehen von Deutschland (-11%), Schweden (-5%) und Großbritannien (-4%) - überall an", erklärt Zittel. Im Jahr 2001 sind die Emissionen der OECD-Mitgliedstaaten erstmals seit vielen Jahren zurückgegangen.
Weltweit steigt der Kohleverbrauch weiterhin. Dabei wird Kohle als klimaschädlichster Energieträger eingestuft. 1990 war China der weltgrößte Kohleverbraucher und erhöhte seinen Kohleverbrauch bis 1996 um beinahe ein Viertel. Zwischen 1996 und 2000 allerdings sank der Kohleverbrauch Chinas - wiederum um etwa ein Viertel. 2001 nehmen die USA den führenden Platz unter den Kohleverbrauchern ein. Sie weisen den absolut höchsten Zuwachs beim Verbrauch von Kohle auf. "Der Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen liegt in den USA an der Weltspitze.
Es ist eine Schande, dass ein solches Land das Kyoto-Protokoll ablehnt mit der Begründung, wichtige Entwicklungsländer (wie z.B. China) wären von den Verpflichtungen des Protokolls ausgenommen", bewertet Treber das Versagen der US-Klimapolitik. Er fordert: "Die USA sollten aufhören, die internationale Klimapolitik zu blockieren. Stattdessen sollten sie endlich auch selbst mit wirksamem Klimaschutz beginnen."
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