14 700 Meeressäuger starben seit Mai
Seehundstaupe nimmt kein Ende
Im niedersächsischen wurden 2047 Totfunde registriert, während in Schleswig-Holstein 1597 tote Tiere gezählt wurden. Im Hamburger Raum wurden 101 Kadaver angeschwemmt. In Dänemark wurden 449 und den Niederlanden 1569 verendete Tiere entdeckt. Hinzu kommen 211 Tiere, die tot am Strand von Helgoland gefunden wurden. Auch in Großbritannien nahm die Epidemie dramatische Ausmaße an. Dort wurden 1587 Totfunde gemeldet. Am stärksten betroffen sind nach wie vor das Kattegat und das Skagerrak. In den skandinavischen Gewässern stieg die Zahl der verendeten Seehunde auf 7100. Einzelfunde gibt es in Belgien und Frankreich.
Als Auslöser für das Seehundsterben gilt das Phocine Distemper Virus (PDV), das dem dem Staupevirus bei Hunden ähnelt. Der Erreger schwächt das Immunsystem der infizierten Tiere. Sekundärerkrankungen führen schließlich zum Tod. Bei der ersten Epidemie 1988 waren rund 60 Prozent der Seehunde in Nord- und Ostsee verendet. Seither hatte sich die Population gut erholt.
In diesem Jahr war die Seehundstaupe erstmals am 7. Mai auf der dänischen Insel Anholt im dänischen Kattegat aufgetaucht. Über die Ursache des Seuchenausbruchs sind sich die Wissenschaftler bisher nicht einig. Überträger des Virus könnten arktische Robben wie auch Nerze sein, die Seehunden entwicklungsgeschichtlich nahe stehen. Zugleich wird erforscht, welche Rolle die Verschmutzung der Meere und die Nahrungsaufnahme von schadstoffbelasteten Fischen für das Immunsystem der Seehunde spielt.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 20. Sep. 2002 unter:
nachrichtenStichworte:
« Rechtsradikaler greift Ströbele an
Knapper Sieg für Rot-Grün - 21 Prozent Nichtwähler »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
