Ursachen des Zugunglücks in Niedersachsen

Schlamperei und Bremsversagen

Bremsversagen und Schlamperei sind offenbar die Ursachen des schweren Zugunglücks bei Bad Münder in Niedersachsen. Dies ergebe sich aus der Schilderung des Lokführers, der den Güterzug mit der gefährlichen Ladung gesteuert hat, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Freitag. Demnach ist bei einer Kontrolle übersehen worden, dass die Bremsen bei Wagen des Gefahrguttransports defekt waren. Bei dem Unfall vergangene Woche war durch den Zusammenstoß zwischen zwei Güterzügen giftiges Epichlorhydrin freigesetzt worden. Hunderte Menschen hatten sich danach offensichtlich mit Vergiftungserscheinungen bei den Behörden gemeldet.

Bereits vor dem Unglück habe der 34-jährige Lokführer am Gleisdreieck Hannover-Bornum Bremsprobleme festgestellt. Dabei sei der Zug beinahe mit einem Regionalexpress zusammengestoßen. Trotz einer Meldung des Lokführers habe die zuständige Fahrdienstleiterin den Zug nicht gestoppt. Kurz vor dem Bahnhof Bad Münder haben die Bremsen dem Blatt zufolge auf einer abschüssigen Strecke nicht gegriffen. Ein Notruf des Lokführers sei unbeantwortet geblieben.

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