Müller lehnt Spekulationen über vierten Ministerposten ab

Es bleibt bei drei

Die Grünen-Fraktionschefin Kerstin Müller lehnt öffentliche Spekulationen über einen vierten Ministerposten für ihre Partei im neu zu bildenden rot-grünen Bundeskabinett ab. Ihre Partei werde "genauso professionell" in die Koalitionsgespräche mit der SPD gehen, wie sie auch den Wahlkampf geführt habe, sagte Müller am Dienstag im Deutschlandfunk. Sie gehe "davon aus, dass es kooperative und freundliche Koalitionsverhandlungen werden". Nach dem guten Abschneiden der Grünen waren Vermutungen über einen möglichen vierten Ministerposten für die Partei aufgekommen. Müller gilt als mögliche Minister-Kandidatin.

Sie deutete in diesem Zusammenhang an, dass beim Thema Ökosteuer Differenzen mit den Sozialdemokraten sichtbar werden könnten. "Es gibt sehr viele Ausnahmen bei der Ökosteuer" und viele weitere Dinge, die "zu korrigieren sind", betonte die Grünen-Politikerin. Berichte, wonach ihre Partei für eine Wiedereinführung der Vermögensteuer und eine stärkere Besteuerung größerer Firmen eintreten könnte, wollte Müller ebenfalls nicht kommentieren. "Die Grünen stehen für eine solide Haushaltspolitik" und wollten "am Sparkurs festhalten", sagte sie.

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