Reduktion der Dioxin-Abgase in der Stahlindustrie

Neues System verringert giftige Emissionen

Der Leobener Montanuniversität ist in Zusammenarbeit mit der voestalpine-Industrieanlagenbau Erfolg in der Schadstoffverringerung gelungen: Die Reduktion von Dioxin-Abgasen. Mit Hilfe eines neuartigen Systems, bei dem Aktiv-Koks in den Abgasstrom eingeblasen wird, können nun die giftigen Gase erheblich reduziert werden. Abgassysteme können nun so konstruiert werden, dass einerseits die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Umweltgrenzwerte bei der Stahlerzeugung garantiert ist und andererseits auch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen beibehalten werden kann.

Weltweit gewinnt für die Erzeugung von Stahl das sogenannte Elektrostahlverfahren immer mehr an Bedeutung. "Um die gesetzlich vorgegebenen Dioxin-Grenzwerte einhalten zu können, mussten die Unternehmen bisher eine wesentliche Erhöhung der Betriebskosten in Kauf nehmen, was sich natürlich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe ausgewirkt hat", sagte Alfred Friedacher vom Institut für Verfahrenstechnik des Industriellen Umweltschutzes. "Diese sowohl umwelttechnischen als auch wirtschaftlichen Problemstellungen der stahlerzeugenden Industrie haben wir daher zum Anlass genommen, intensive Forschungsarbeiten aufzunehmen", so Friedacher. Die freigesetzten Schadstoffe stammen meist aus den im Schrott vorhandenen Bestandteilen wie Ölen und Kunststoffen.

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