Bahn AG nach dem Hochwasser

Wegen Flutschäden höherer Bahn-Betriebsverlust befürchtet

Wegen der vom Hochwasser angerichteten Schäden muss die Deutsche Bahn im laufenden Geschäftsjahr möglicherweise mit einem deutlich höheren Betriebsverlust rechnen als bislang angenommen. Wenn der Bund dem Unternehmen die durch die Hochwasserkatastrophe verursachten Erlösausfälle nicht ersetze, könne sich der für dieses Jahr erwartete Betriebsverlust von 550 Millionen Euro um 90 Millionen Euro erhöhen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Mittwoch.

Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack sagte dem Blatt, der Konzern werde durch die Flutschäden voraussichtlich in diesem und im nächsten Jahr rund 90 Millionen Euro Umsatz verlieren. Der Erlösausfall werde wahrscheinlich eins zu eins auf das Ergebnis durchschlagen, weil Züge und Personal nicht alternativ einsetzbar seien. Die Bahn werde mit dem Bundesverkehrsministerium über eine Kompensation verhandeln.

Die Bahn schätzt die Flutschäden für das Unternehmen insgesamt auf mehr als eine Milliarde Euro und ist damit das von dem Hochwasser am stärksten betroffene Unternehmen. Die Beseitigung sämtlicher Schäden werde bis 2004 dauern, sagte Sack der Zeitung. Zusammen mit den betroffenen Bundesländern sei eine Prioritätenliste erstellt worden. Darin sei der Wiederaufbau aller Strecken vorgesehen. Dazu gehörten auch die Nebenstrecken. Aufträge über 300 Millionen Euro seien bereits erteilt worden.

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