Reporter ohne Grenzen
Journalist in Ramallah erschossen
"Palästinensische Reporter verfügen meist über keine ausreichende Ausrüstung, wie z.B. schusssichere Westen, und gehen daher täglich hohe Risiken ein. Denn bei der israelischen Armee scheint ein Gefühl zu herrschen, dass Angriffe auf Journalisten ungestraft bleiben", erklärte Robert Ménard, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, in Paris. "Aber wie alle Armeen der Welt ist die israelische Armee durch die Genfer Konvention verpflichtet, Zivilisten zu schützen, zu denen auch Journalisten gehören", so Ménard weiter.
Ausgerüstet mit einem Aufnahmegerät, einem Schreibblock und einer Tasche verließ Issam Hamza Tillawi (32) am 21. September kurz vor Mitternacht seine Wohnung in der Nähe von Ramallah, um über Proteste gegen die Belagerung des Hauptquartiers des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat zu berichten. Nach Informationen des Chefredakteurs von Voice of Palestine, der mit Tillawi zusammen unterwegs war, trug der Journalist eine Jacke mit der Aufschrift "Press". Tillawi hatte sich unter die Demonstranten gemischt, um Teilnehmer zu interviewen, als israelische Truppen Tränengasgranaten in die Menge warfen. Tillawi versuchte zu flüchten, wurde jedoch von einem Schuss in den Hinterkopf getroffen. Augenzeugen berichten, dass der Schuss von einem israelischen Scharfschützen stammt, der auf einem Gebäude stand.
Seit März 2002 wurden bereits zwei weitere Journalisten in den Besetzten Gebieten durch Schüsse der israelischen Armee getötet. Am 13. März kam Raffaele Ciriello, Journalist der italienischen Tageszeitung Corriere della Serra, durch Schüsse eines israelischen Panzers ums Leben. Der palästinensische Journalist Imad Abu Zahra starb am 12. Juli an Schussverletzungen der israelischen Armee. In den letzten zwei Jahren wurden 46 Journalistinnen und Journalisten durch Schüsse der israelischen Armee verletzt.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 27. Sep. 2002 unter:
nachrichtenStichworte:
« IWF-Auflagen erzwingen Umweltzerstörung für den Schuldendienst
"Baltic Youth Cooperation" hat noch freie Stellen »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
