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Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt über 4 Mio.

Neue Wirtschaftsprognose

Die Zahl der Arbeitslosen wird offenbar im Jahresdurchschnitt 2002 deutlich über der Marke von vier Millionen liegen und damit weit höher als bisher von der Bundesregierung angenommen. Das ergab eine Umfrage der "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe) bei den Konjunkturchefs der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW (Berlin), RWI (Essen), IWH (Halle), IW (Köln) und ZEW (Mannheim). Den Forschern zufolge wird sich die durchschnittliche Arbeitslosenzahl im laufenden Jahr zwischen 4,02 und 4,05 Millionen bewegen. Die Regierung hatte bislang mit knapp unter vier Millionen gerechnet.

Dem Bundeshaushalt drohten damit neue Milliardenlasten, schreibt das Blatt. Nach einer Faustregel entstehen je 100 000 Arbeitslose gesamtwirtschaftliche Zusatzkosten von weit über zwei Milliarden Euro. Am Donnerstag veröffentlicht die Bundesanstalt für Arbeit die Zahlen für August. Einige Institute erwägen der Zeitung zufolge, ihre Konjunkturprognosen für das laufende Jahr nach unten zu revidieren.

Bislang gehen die Institute für 2002 noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BiP) von rund 0,8 Prozent aus. Die aktuelle Prognose müsse auf den Prüfstand, da aktuelle Indikatoren und weltwirtschaftliches Umfeld auf einen schwächeren Verlauf hinweisen, als im Juni vorausgesagt, sagte Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

2001 hatte das Wachstum 0,6 betragen. Für das kommende Jahr geht das IW von einem Zuwachs um zwei Prozent aus, bislang erwarteten die Institute im Schnitt einen Zuwachs von rund

2,5 Prozent.

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