Seehundsterben erreicht traurigen Höhepunkt
1002 tote Seehunde
"Die Kinderstube Wattenmeer ist in Ordnung", betonte Heyken. Seit Jahren steige die Population. Bei routinemäßigen Kontrollflügen waren Mitte August 6841 Seehunde gezählt worden. Darunter befanden sich auch 1334 Jungtiere. Der Vorjahresbestand wurde damit um 258 Tiere übertroffen. Seit Beginn der koordinierten Zählungen im Jahre 1958 gab es noch nie so viele Seehunde im niedersächsischen Teil der Nordsee. Verursacher des massenhaften Seehundsterbens ist das "Phocine Distemper Virus" (PDV), das dem Staupevirus bei Hunden ähnelt. Der Erreger schwächt das Immunsystem der infizierten Tiere. Sekundärerkrankungen führen schließlich zum Tod. Vor 14 Jahren hatte das Staupe-Virus die Seehundpopulation in Nord- und Ostsee nahezu halbiert.
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