Aufruf von 149 Israelischen Wissenschaftlern

Israel erwägt Massenvertreibung von Palästinensern

Eine dringende Warnung vor möglichen Massenvertreibungen von Palästinensern durch die israelische Regierung haben 149 israeliche Wissenschaftler an die internationale Gemeinschaft gerichtet, darunter der Mathematiker Prof. Matania Ben-Artzi, der Soziologe Prof. Baruch Kimmerling, der Philosoph Prof. Adi Ophir, der Historiker Prof. Moshe Zimmermann. Der Appell erschien am 28. September 2002 im „The Guardian“.

In dem Aufruf heisst es: „Wir sind tief besorgt, dass der "Rauchvorhang des Krieges" durch die israelische Regierung ausgenutzt werden könnte, um weitere Verbrechen gegen das palästinensische Volk zu begehen, bis hin zu einer umfassenden ethnischen Vertreibung. Die israelische Regierungskoalition schließt Parteien ein, die einen „Transfer" der palästinensischen Bevölkerung befürworten als Lösung dessen, was sie "das demographische Problem" nennen.

Politiker werden regelmäßig in den Medien mit Empfehlungen für eine gewaltsame Vertreibung zitiert, zuletzt die Knesset-Mitglieder Michael Kleiner und Benny Elon. In einem Interview in Ha'aretz bezeichnete kürzlich der Generalstabschef Moshe Ya'alon die Palästinenser als ein "Krebsgeschwür" und sprach von den Militäraktionen in den Besetzten Gebieten als "Chemotherapie", wobei er andeutete, dass eine noch radikalere "Behandlung" erforderlich sein könnte.“

Aus diesem Grund fordern die Unterzeichner „die internationale Gemeinschaft auf, die Vorkommnisse in Israel und den Besetzten Gebieten genau zu beobachten, um absolut klar zu machen, dass Verbrechen gegen die Menschheit nicht geduldet werden, sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass solche Verbrechen stattfinden."

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