Größte Friedensdemonstration in Großbritanniens Geschichte

London: 250000 protestierten gegen neuen US-Angriff auf Irak

Am Samstag nachmittag fand in London die bisher größte Friedensdemonstration in der Geschichte des Landes statt. Offizielle Zahlen sprachen von 150000, die Veranstalter dagegen von 300000 Teilnehmern. Organisiert wurde die Demonstration von einem breiten Bündnis aus Friedensinitiativen, diversen trotzkistischen Parteien und Gewerkschaften. Unterstützt wurde die Manifestation von der traditionsreichen pazifistischen Campaign for Nuclear Disarmament (CND).

Wie die „Junge Welt“ schreibt, hatte auch die islamische Vereinigung Muslim Association of Britain hatte zur Teilnahme aufgerufen, sie mobilisierte etwa ein Viertel der Demonstranten. Der Bürgermeister Londons, Ken Livingston, früher Mitglied der Labour Party, sagte: "Es geht weder um Menschenrechte noch um Massenvernichtungswaffen. Es geht um Öl." Er verlangte ein Ende der Sanktionen gegen Bagdad, die nur die Bevölkerung träfen. Eine irakische Oppositionelle wandte sich gegen ein militärisches Eingreifen. Tony Benn, die prominenteste Figur der englischen Linken, rief: "Wir repräsentieren heute nicht nur die Mehrheit des britischen Volkes, sondern die Mehrheit der Welt."

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