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Nur ein kleiner Schritt

Pharmakonzern GSK senkt Preise für HIV-Medikamente

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) wird die Medikamentenpreise für HIV/Aids um bis zu 33 Prozent und für Anti-Malariamittel um bis zu 38 Prozent senken. Die Kostensenkung kommt den 63 ärmsten Staaten der Welt zugute. Entwicklungsorganisationen begrüßen zwar den Schritt des Pharmakonzerns, halten die Preissenkung aber erneut für zu gering. Nach der Preisreduktion kosten zwei Combivir- Tabletten pro Tag 1,70 Dollar, erklärte Glaxo. Für die meisten Arbeiter in Ländern südlich der Sahara sind Medikamente zu diesem Preis aber dennoch unbezahlbar.

Gesenkt werden außerdem die Preise für die HIV/Aids-Medikamente Retrovir, Combivir, Ziagen und Trizivir, keine Preissenkung gibt es bei Epivir, die Kostensenkung für Agenerase beträgt nur zwei Prozent. Bei den preisreduzierten Anti- Malariamitteln handelt es sich um Malarone und Halfan. Laut einer britischen Entwicklungsorganisation liegt der Preis von Comibir noch immer 22 Prozent über dem billigsten Generikum.

Glaxo will zudem seine Initiativen in Ländern südlich der Sahara ausdehnen, um diese "not-for-provit"-Preise auch Beschäftigten im öffentlichen Bereich ohne Versicherung anbieten zu können. Auch Hilfsorganisationen haben bereits gewarnt: Das wirtschaftliche Desaster, bedingt durch die Aids-Epidemie, werde dadurch verstärkt, dass sich im öffentlichen Sektor tätigen Personen nicht vor einer Erkrankung schützen können. Die preisreduzierten Medikamente sollen auch in jenen Projekten angeboten werden, die vom Global Fund zur Aids-, Malaria- und Tuberkulosebekämpfung finanziert werden.

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