Gegen Waffenexporte
Deutsches Aktionsnetz Kleinwaffen Stoppen (DAKS) gegründet
"Die so genannten Kleinwaffen spielen eine entscheidende Rolle in den fast 50 Bürgerkriegen und Kriegen", kritisierte Russmann. "Rund 90 Prozent aller Toten und Verletzten" seien auf den Einsatz von Kleinwaffen zurückzuführen. Darüber hinaus tragen Kleinwaffen im "Alltag" vieler Staaten häufig zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen bei. Mit der Gründung des Aktionsnetzes wollen wir den legalen und illegalen Waffenhandel aus Deutschland stoppen, der weltweit zu Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts beiträgt", betonte Russmann das DAKS-Ziel.
"Dass mit weltweit 7 bis 10 Millionen G3-Gewehren der Firma Heckler & Koch gemordet wird, ist Schuld von Bundesregierungen, die in den vergangenen Jahrzehnten die Vergabe von 15 Lizenzen auch an Diktatoren und Scheindemokraten genehmigt haben", kritisierte DAKS-Sprecher Jürgen Grässlin. "Unzählige Menschen sind zu Opfern der deutschen Rüstungsexportpolitik geworden, für die auch der Rüstungsproduzent Heckler & Koch massiv Mitverantwortung trägt", warf Grässlin der H&K-Geschäftsführung vor.
"Von der im Amt bestätigten rot-grünen Bundesregierung fordern wir den Stopp aller Exporte und der Lizenzvergaben für das neue Gewehr G36 und andere Handfeuerwaffen." Nur dann sei gewährleistet, "dass sich das Schlachtfest des G3 nicht mit dem G36 wiederholt", erklärte Grässlin. Außerdem müssten, wie angekündigt, alle 400.000 alten G3 der Bundeswehr verschrottet werden. Der DAKS-Sprecher kündigte Aktionen vor dem H&K-Werkstor an.
Im DAKS arbeiten im Rahmen ihrer spezifischen Mandate und eigenen Aufgabengebiete mit: BUKO-Kampagne "Stoppt den Rüstungsexport!", Bremen; Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK), Velbert; Internationale Initiative, Köln; medico international, Frankfurt; Ohne Rüstung Leben (ORL), Stuttgart; Rüstungs-Informationsbüro (RIB), Freiburg; world vision, Frankfurt, Yek-kom sowie zusätzliche Gruppen aus dem Friedens-, Menschenrechts- und entwicklungspolitischen Zusammenhang. Weitere Organisationen sind zur Mitarbeit eingeladen.
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Am 10. Okt. 2002 unter:
welt-onlineStichworte:
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Mutmaßlicher Mittäter der "Hamburger Zelle" verhaftet »

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