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BUND verlangt Sicherung gentechnikfreier Landwirtschaft

Koalitionsgespräche

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert von der Koalitionsrunde klare Entscheidungen für die Agrarwende und gegen den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln und Landwirtschaft. Hersteller wie Nutzer der Grünen Gentechnik müssten gesetzlich verpflichtet werden, gentechnisch veränderte Organismen aus der Nahrungskette herauszuhalten. Außerdem müssten Produkte mit gentechnisch veränderten Bestandteilen ausnahmslos gekennzeichnet werden. Die Pläne der SPD, Lebensmittel mit bis zu fünf Prozent gentechnisch veränderten Bestandteilen von der Kennzeichnungspflicht auszunehmen, wären ein Freibrief für die Gentechnikindustrie zur Kontamination der gesamten Nahrungskette.

Dr. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Mit der Grünen Gentechnik plant die Industrie einen klaren Verstoß gegen den Willen der Verbraucherinnen und Verbraucher. 95 Prozent verlangen eine klare Kennzeichnung von Gen-Food; vier von fünf lehnen den Einsatz von Gentechnik bei Nahrungsmitteln gänzlich ab. Das ist ein eindeutiger Auftrag für die Koalitionsparteien, eine gentechnikfreie Landwirtschaft und null Prozent Gentechnik in allen Lebensmitteln zu garantieren."

Die nach BSE eingeleitete Agrarwende sieht der BUND durch die Grüne Gentechnik gefährdet. Durch Pollenflug und Futtermittel könne bald die gesamte Landwirtschaft gentechnisch kontaminiert sein. Insbesondere der ökologische Landbau habe ein Recht darauf, davor geschützt zu werden. Deshalb müsse die Politik auch hier entschieden gegen die Gentechnikindustrie vorgehen. Dies erfordere auch ein entschlossenes Auftreten auf EU-Ebene, da dort zur Zeit über Schwellenwerte bei der Kennzeichnungspflicht verhandelt werde, die Gentechnik im Essen unsichtbar machen sollen.

Außerdem fordert der BUND von den Koalitionsparteien eine Forcierung der Agrarwende. Dazu gehörten die Flächenbindung der Nutztierhaltung, die Abschaffung der baurechtlichen Privilegien für Tierfabriken und die Verbesserung der Haltungsbedingungen für Schweine, Puten- und Mastgeflügel. Der BUND demonstrierte am Donnerstag mit zwei Großplakaten vor dem Ort der Koalitionsverhandlungen, der SPD-Zentrale in Berlin.

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