Ältestes deutsches AKW darf zwei Jahre länger arbeiten
Greenpeace und Nabu verurteilen Verlängerung für das AKW Obrigheim
Seit vier Jahren werde der Bevölkerung Sand in die Augen gestreut. Atomtransporte und schädliche Wiederaufarbeitung gingen ungehindert weiter. Die Laufzeit des ersten Atomkraftwerks, das vom Netz gehen sollte, wurde verlängert. Greenpeace fordert, den Atomausstieg neu zu verhandeln. Aus der Mogelpackung müsse endlich zuverlässige Politik werden.
Auch der Naturschutzbund NABU hat die Entscheidung der rot-grünen Koalition, einer Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerkes Obrigheim um zwei Jahre zuzustimmen, scharf kritisiert. "Mit diesem faulen Kompromiss zum Obrigheimer Schrottreaktor weicht die Bundesregierung den Atomkonsens schon beim ersten Ausstiegsschritt auf", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth.
Nach Ansicht des NABU hätte der Bundeskanzler angesichts neuer Sicherheitsgutachten mehr als genug Gründe gehabt, von seiner angeblichen Zusage an EnBW-Chef Goll abzurücken. "Obrigheim ist nicht nur das unsicherste aller deutschen Atomkraftwerke, sondern hat auch den schlampigsten Betreiber", so Flasbarth. Die Bundesregierung liefere mit dieser Entscheidung nicht nur ein falsches energiepolitisches Signal, sondern riskiere unnötigerweise die Konfrontation mit der Umweltbewegung.
Gerhard Goll, Vorstandsvorsitzenden der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, sagte dagegen zur Laufzeitverlängerung des Kernkraftwerks Obrigheim: „Die Entscheidung der Bundesregierung stellt uns zwar nicht zufrieden, aber wir werden sie sorgfältig prüfen und nicht von vorn herein verwerfen. Denn wir sehen auch die Schwierigkeiten, vor die sich die neue Bundesregierung gestellt sieht."
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Am 15. Okt. 2002 unter:
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BUND: Aufruf zur Versammlung am 20. Oktober in Straßburg »

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