Konjunktur

Außenhandel kein Konjunkturmotor im Jahr 2002

Deutschland kann nach Einschätzung des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) in diesem Jahr nicht auf den Konjunkturmotor Außenhandel hoffen. Er falle im laufenden Jahr als Konjunkturantrieb aus, betonte BGA-Präsident Anton F. Börner am Dienstag in Berlin. Auch im kommenden Jahr werde der Außenhandel nicht zur gewohnten Stärke auflaufen. Er werde zwar etwas stärker wachsen als in diesem Jahr, aber nicht "durchstarten".

Für das Gesamtjahr 2002 rechnet der BGA-Chef mit einem Zuwachs der Exporte um lediglich 1,25 Prozent auf ein Volumen von 645 Milliarden Euro. Die schwache Konjunktur in den Hauptabsatzmärkten Europäische Union und USA schlage voll auf die deutschen Ausfuhren durch. Die Importe gingen zugleich erstmals seit neun Jahren zurück. Wegen der schwachen Binnenkonjunktur ist laut BGA ein Absinken der Einfuhren um 3,5 Prozent auf einen Umfang von 531 Milliarden Euro zu erwarten.

Damit ergebe sich ein Außenhandelsüberschuss von 114 Milliarden Euro. Die früher chronisch defizitäre Leistungsbilanz werde daher mit einem positiven Saldo abschließen. Für nächstes Jahr rechnet der BGA mit einem Exportzuwachs von 4,5 Prozent auf einen Warenwert von 674 Milliarden Euro. Das Importvolumen wird nach seiner Schätzung zugleich um 3,5 Prozent auf 550 Milliarden Euro zunehmen.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!