DIHK reduziert seine Erwartungen für 2003
Aufschwung lässt noch länger auf sich warten
Für den DIHK haben sich alle Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung noch in diesem Jahr als trügerisch erwiesen. Im Winter müsse sich Deutschland konjunkturell auf eine Durststrecke einstellen. Selbst rezessive Tendenzen seien nicht auszuschließen. Das Konsumklima dürfte im Verlauf des kommenden Jahres durch eine Ausweitung der Exporte zwar etwas aufhellen, sagte Wansleben. Wegen großer Unsicherheiten im Zusammenhang mit der weltpolitischen Entwicklung bleibe die Konjunktur aber "weiter sehr labil". Die andauernde Konsumflaute ist laut DIHK auch im kommenden Jahr die Schwachstelle des Inlandsgeschäftes. Von den aktuellen Unternehmensplanungen gingen für das kommende Jahr weder für die Investitionstätigkeit noch für den Arbeitsmarkt ermutigende Signale aus.
Der Umsatz der deutschen Industrie fiel im August überdurchschnittlich stark. Die Erlöse sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,4 Prozent auf rund 103,5 Milliarden Euro, meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Damit lag der Rückgang über dem für die ersten acht Monate ermittelten Niveau von drei Prozent. Der Auslandsumsatz sei im August mit rund 38 Milliarden Euro um 1,1 Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten den Angaben zufolge um 3,4 Prozent auf 6,22 Millionen.
In der Luft- und Raumfahrtindustrie bewerten inzwischen 63 Prozent der Firmen die Stimmungslage als schlechter als vor zwölf Monaten. Nur knapp 13 sehen eine Besserung, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Rainer Hertrich, in Berlin. Für das laufende Jahr erwarten fast 50 Prozent der Firmen in der Branche niedrigere Umsätze und nur 22 Prozent eine bessere Geschäftsentwicklung. 30 Prozent der Firmen wollen Beschäftigte abbauen, Neueinstellungen planen 20,5 Prozent. Bei den Investitionen wollen 38 Prozent sparen, 18 Prozent planen eine Ausweitung der Investitionen, führte Hertrich weiter aus. Immerhin rechnet der Verband mittel- und langfristig im deutschen und europäischen Luftverkehr mit einer jährlichen Steigerung der Passagierzahlen um rund fünf Prozent, beim Frachtaufkommen um sechs bis sieben Prozent.
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Am 16. Okt. 2002 unter:
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