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Ostdeutsche im Öffentlichen Dienst verdienen knapp 90 Prozent West

Nächste Tarifrunde steht vor der Tür

Die rund 2,9 Millionen Vollzeitbeschäftigten im Öffentlichen Dienst erhielten im Juni 2001 bundesweit einen durchschnittlichen Brutto-Monatsverdienst von 2630 Euro. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag waren das 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Unterschied zwischen West und Ost ist zwar weiterhin gravierend, die Schere schließt sich aber langsam. Im früheren Bundesgebiet lagen die Bezüge im Schnitt bei 2690 Euro, was einem Vorjahresplus von 2,1 Prozent entsprach. Die Vollzeitkräfte in den neuen Bundesländern verdienten durchschnittlich 2420 Euro. Hier betrug die Steigerung im Vorjahresvergleich 4,5 Prozent.

Der stärkere Anstieg in den neuen Ländern ist auf die Anhebung der Osttarife von 86,5 auf 88,5 Prozent des Westniveaus zurückzuführen. Die Ost-West-Relation der Durchschnittsverdienste lag damit bei knapp 90 Prozent, weil teilweise Beschäftigte in den neuen Ländern und im Ostteil Berlins auch nach Westtarif bezahlt wurden.

Der Öffentliche Dienst gehört zu den Bereichen, in denen die diesjährige Tarifrunde noch aussteht. Nach bisherigem Zeitplan von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sollen die Verhandlungen am 15. November beginnen. Zuvor wird die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Forderungen formulieren, mit denen sie in die Gesprächrunde einsteigen wollen. Angesichts der Kassenlage von Bund und Ländern ist mit einer harten Tarifrunde zu rechnen, zumal ver.di-Chef Frank Bsirske in Zeitungsinterviews zu erkennen gegeben hat, dass die Gewerkschaft mit einer Drei vor dem Komma abschließen will.

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