Lipobay-Skandal

Bayer drohen offenbar mehr Klagen als bisher angenommen

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer rechnet im Zusammenhang mit dem Cholesterinsenker Lipobay mit deutlich mehr Gerichtsverfahren als bisher angenommen. Rund 3500 Klagen kämen allein in den USA auf den Konzern zu, sagte Bayer-Vorstandschef Werner Wenning in der Montagausgabe der "Financial Times Deutschland". Bislang habe der Leverkusener Konzern mit "über 2000" Klagen gerechnet. Das erste Verfahren erwarte Bayer im ersten Quartal des kommenden Jahres, erklärte Wenning.

Eine Bayer-Sprecherin sagte auf Anfrage, der Konzern habe zu keinem Zeitpunkt eine Einschätzung gegeben, mit wie vielen Lipobay-Verfahren Bayer rechne. Derzeit seien weltweit über 3500 Verfahren anhängig, vor allem in den USA. Bayer hatte das umsatzstarke Medikament im August 2001 vom Markt genommen, nachdem Lipobay mit dem Tod von weltweit rund 100 Menschen in Verbindung gebracht worden war.

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