Hochschule Bremerhaven entwickelt neues Modell

Windkraft in extremen Lagen

An der Hochschule Bremerhaven wird zurzeit an einer Windkraftanlage mit H-Rotor und deren Einsatzmöglichkeiten unter Extremsituationen gearbeitet. Anders als die bekannten Dreiflügler besitzt die Windkraftanlage senkrechte Flügel in Form des Buchstaben H. Die Hochschule testet die speziellen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten dieser Windkraftanlagen. Ziel der Forschung unter der Leitung von Friedrich Zastrow ist die Optimierung der Anlage, um bei verschiedenen Windgeschwindigkeiten ein Maximum an Energie erzeugen zu können. Eine angepasste Steuerung und Regelung ist Ziel der Entwicklung.

Eine viel größere aber ähnliche Anlage hat sich laut der Hochschule Bremerhaven seit vielen Jahren auf der Deutschen Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis bewährt. In dieser Region erschweren hohe Windgeschwindigkeiten und arktische Temperaturen den Einsatz von technischen Anlagen. Die Vorteile eines H-Rotors liegen im einfachen mechanischen Aufbau, der auch in extremen Klimazonen wenig störanfällig ist. Der H-Rotor kann auch auf Bojen und beweglichen Untersätzen aufgebaut werden und besitzt einen geringeren Geräuschpegel. In der Hochschule Bremerhaven will die Forschungsgruppe untersuchen, ob der H-Rotor auch unter Wasser eingesetzt werden kann, um zum Beispiel Gezeitenströmungen für die Energiegewinnung zu nutzen.

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