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Rebellen fordern Ende des Krieges in Tschetschenien

Geiselnahme in Moskau

Tschetschenische Rebellen haben am Mittwochabend bis zu 700 Besucher in einem Musical-Theater in Moskau als Geiseln genommen. Nach Angaben einer Sprecherin des Auswärtigen Amtes befinden sich darunter auch drei Deutsche. Das Selbstmordkommando fordert die Einstellung des Krieges in Tschetschenien und den Abzug der russischen Truppen aus der Kaukasus-Republik. Für den Fall, dass der Forderung nicht stattgegeben werde, drohten die Rebellen mit der Sprengung des Theaters.

Nach Angaben russischer Medien waren bis zu 40 Rebellen auf die Bühne des Theaters gestürmt und hatten ihre Forderungen vorgetragen. Sicherheitskräfte riegelten daraufhin das Theater ab. Zwischenzeitlich fielen Schüsse. Im Kreml trat ein Krisenstab unter Präsident Putin zusammen. Versuche eines tschetschenischen Parlamentsabgeordneten, die Geiselnehmer zur Aufgabe zu bewegen, scheiterten vorerst.

Die Tschetschenen, die sich angeblich via Internet zu der Tat bekannten, ließen nach und nach knapp 20 Geiseln frei. Dabei handele es sich vor allem um Kinder, Muslime sowie Diplomaten und Ausländer, die sich mit ihrem Ausweis legitimieren konnten. Einigen Geiseln sei die Flucht durch Fenster des Theaters gelungen.

Wegen der Geiselnahme hat Russlands Präsident Wladimir Putin sein für Donnerstagfrüh in Berlin geplantes Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) abgesagt.

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