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BigBrother-Award Deutschland geht an Microsoft

Negativ-Auszeichnungen für Daten-Schnüffler

Der Windows-Hersteller Microsoft hat am Freitag in Bielefeld bei der deutschen Verleihung der BigBrother-Awards nicht nur den Lifetime-Award, sondern auch den Hauptpreis erhalten. Begründet wurde die Entscheidung mit der Einführung von Digital-Rights-Management-Systemem (DRM) zum vermeintlichen Schutz von Urheberrechten. Dabei habe sich der Konzern großzügige Rechte eingeräumt, die jeden User von MS-Produkten endgültig ans "Gängelband" des Unternehmens nehmen. Der BigBrother-Award wird in Deutschland vom Verein FoeBuD als "Negativ-Preis für Daten-Kraken" vergeben. BigBrother-Awards werden inzwischen bereits in 14 Ländern verliehen.

In der Kategorie Arbeitswelt geht der Preis an die Bayer AG für die "demütigende Praxis, Auszubildende vor der Einstellung einem Drogentest zu unterziehen". Den BigBrother in Sachen Verbraucherschutz erhält die Deutsche Post AG wegen des datenschutzwidrigen Umgangs mit Nachsendeanträgen. In der Politik kann sich der hessische Innenminister Volker Bouffier wegen der Wiederbelebung der gerichtlich gerügten Rasterfahndung mit einem Negativ-Preis für "Daten-Kraken" schmücken. Auch der deutsche Bundesrat wird "ausgezeichnet", weil er Provider zur Vorratshaltung von Verbindungsdaten zum Zwecke polizeilicher Nutzung verpflichtet hat. Das Unternehmen Toll Collect GmbH erhält einen Award in der Kategorie Technik für die Entwicklung einer satellitengestützten Erhebung sowie zentralen Verarbeitung von Bewegungsdaten im Verkehrswesen. Das Bundeskriminalamt erhielt schließlich einen BigBrother-Award für die Einführung von drei Präventivdatenbanken zur Speicherung von Personendaten.

Die österreichischen BigBrother-Awards werden am Samstag in Wien verliehen.

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