Amnesty-Kampagne
Forderung: Menschenrechte in Russland gewährleisten
Der Bericht nimmt auch ausführlich zum Tschetschenien-Konflikt Stellung. Er beleuchtet die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen an der tschetschenischen Zivilbevölkerung - "Verschwindenlassen", außergerichtliche Hinrichtungen, Folter, Vergewaltigung - durch das russische Militär. Er kritisiert gleichermaßen das Vorgehen der tschetschenischen bewaffneten Gruppen gegen Zivilisten, das zu Entführungen, Geiselnahmen und vielen Toten und Verletzten führte.
Zur Moskauer Geiselnahme sagte die deutsche AI-Generalsekretärin: "Die Geiselnahme war ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte. Zugleich hat sie die Weltöffentlichkeit daran erinnert, dass die Menschenrechte der Zivilbevölkerung in Tschetschenien massiv verletzt werden. Präsident Putin muss jetzt eine politische Lösung anstreben und den Tschetschenen den Schutz ihrer Menschenrechte garantieren."
Mit der Kampagne macht Amnesty International darauf aufmerksam, dass nicht nur in Tschetschenien, sondern in allen Teilen der Russischen Föderation Männer, Frauen und Kinder Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden.
AI fordert die russische Regierung auf, die bestehenden rechtlichen Verpflichtungen zum Schutz der Menschenrechte umzusetzen und auszubauen. Täter müssen verfolgt und bestraft, staatliche Kräfte in Menschenrechtsschutz geschult werden. Von der internationalen Staatengemeinschaft erwarte AI, dass sie in diesem Sinn wirksamen Einfluss auf die russischen Behörden und die Regierung nimmt und sie unterstützt. Tschetschenische Flüchtlinge sollen nicht nach Russland abgeschoben werden. Das russische Militär wie die tschetschenischen bewaffneten Gruppen sollen das humanitäre Völkerrecht achten.
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Am 29. Okt. 2002 unter:
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