Elfenbeinschmuggel boomt weltweit
Deutsche Touristen kaufen illegale Elfenbeinschnitzereien in Asien
1989 wurde der internationale Handel mit Elfenbein verboten. Drei südafrikanische Länder (Namibia, Botswana und Simbabwe) konnten auf der WA-Konferenz 1997 einen einmaligen Verkauf von Elfenbein aus Lagerbeständen durchsetzen. Drei Jahre später setzte Südafrika ebenfalls eine Herabstufung des Schutzes seiner Elefantenpopulationen durch, auch wenn ihm der Handel mit Elfenbein bislang vorenthalten blieb. Für die im November diesen Jahres stattfindende WA-Konferenz liegen nun erneut Anträge dieser vier Länder sowie von Sambia vor, den Export von zunächst insgesamt 87 Tonnen Elfenbein aus Lagerbeständen plus eine jährliche Quote von 12 Tonnen zu genehmigen.
Artenschützer sehen einen engen Zusammenhang zwischen der stufenweisen Auflockerung des Schutzes für Afrikanische Elefanten und dem derzeit massiven Schmuggel mit Elfenbein: "Allein die Hoffnung, das blutige Geschäft mit Elfenbein könnte wieder freigegeben werden, ist Motiv genug für Wilderer und Schmuggler, ihre Aktivitäten zu verstärken", erläutert die Pro Wildlife Sprecherin. Spektakuläre Elfenbein-Aufgriffe häuften sich in jüngster Zeit.
Bei einer jüngst durchgeführten Untersuchung in acht asiatischen Ländern konnten über 100.000 Elfenbeinschnitzereien in Geschäften entdeckt werden. In Thailand werden vermutlich 80 Prozent dieser Schnitzereien verkauft - vornehmlich an Touristen und Geschäftsleute aus Europa: Deutsche gehören dabei neben Italienern und Franzosen zu den Hauptkunden für Elfenbeinschnitzereien. Dem offenen Verkauf in den Märkten und Geschäften Asiens wird seitens der Behörden tatenlos zugesehen. Schmiergeldzahlungen ermöglichen das reibungslose Passieren von Grenzen, zum Teil sind Militär und Polizei direkt in die Wilderei verwickelt. "Mit dem Wachstum der Urlauberzahlen in Südostasien wächst auch die Gefahr, dass der illegale Handel mit Elfenbein noch weiter angeheizt wird", befürchtet die Pro Wildlife Sprecherin.
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Am 03. Okt. 2002 unter:
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