Nach der Geiselnahme in Moskau
Narkosegas war Halothan
Das Halothan wurde nach Einschätzung von Abteilungsleiter Thomas Zilker "ganz bewusst überdosiert" und mit einem Nervengas vermengt. Zilker betonte zugleich, er könne ausschließen, dass eines der üblichen Nervenkampfgase eingesetzt wurde.
Halothan gehört zu den halogenierten Kohlenwasserstoffen. Der Stoff wurde in Urin-, Plasma- und Blutproben der beiden deutschen Opfer nachgewiesen. Die Toxikologen hatten gezielt danach gesucht und mit ihrer Vermutung richtig gelegen. Halothan wird nach Angaben der Experten bereits seit den 50er Jahren als Narkosegas eingesetzt.
Derweil weigern sich die russischen Behörden weiterhin, das eingesetzte Gas zu benennen. Kurz vor dem Sturm des von tschetschenischen Rebellen besetzten Moskauer Musical-Theaters hatten sie den Stoff in das Gebäudeinnere geleitet.
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