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Verbraucherzentrale verklagt Quelle Bank wegen unbestellter Kreditkarten

Unverlangter Versand mit Geheimzahl gefährlich

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat die Karstadt Quelle Bank GmbH vor dem Landesgericht Darmstadt verklagt und aufgefordert, den Versand unbestellter Kreditkarten mit PIN-Nummern zu unterlassen. Das berichtet der vzbv am Mittwoch. Die Bank habe Inhabern von Kundenkarten des Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) eine neue Karte mit integrierter Kreditkarte und die zugehörige Geheimnummer (PIN) zugesandt, ohne dass die Angeschriebenen dies vorher beantragt hätten. Nach Auffassung des vzbv verstoße diese Versandaktion gegen die guten Sitten im Wettbewerb. Die Verbraucherzentrale Berlin hatte das beanstandete Vorgehen zuvor ohne Erfolg abgemahnt.

„Bei Kreditkarten mit einer PIN bestehen für Verbraucher erhebliche Unannehmlichkeiten und Haftungsrisiken, wenn sie in den Besitz Dritter gelangen“, so Egbert Groote, Rechtsexperte beim vzbv. Daher dürften diese nicht ohne Anforderung mit normaler Post an die Verbraucher versandt werden. Es sei z. B. nicht auszuschließen, dass Unbefugte das Schreiben aus dem Briefkasten entwenden und sich zu Lasten des Adressaten auf Einkaufstour begeben. „In solchen Fällen hat der Verbraucher erhebliche Probleme zu beweisen, dass er die Karte nicht benutzt hat“, so Groote. Zudem könnten die Angeschriebenen den Missbrauch durch Unbefugte nicht vermeiden, da sie mit keiner Zusendung rechnen konnten.

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