Exoten in die Wildnis, nicht in die Manege
Tierschützer fordern: Zirkus ohne Wildtiere
Zirkus Krone führt neben zahlreichen anderen Tieren auch Elefanten, Löwen, Affen, eine Giraffe und ein Flusspferd mit. "Die Haltungsbedingungen für diese Tiere sind in keiner Weise artgerecht", erklärt „Vier Pfoten“ Wildtierexperte Robert Kleß. "Wegen ihres schweren Körperbaus verbringen Flusspferde in der Natur die meiste Zeit im Wasser. Bei Krone steht dem Flusspferd nur ein winziges Wasserbecken zur Verfügung. Nicht besser ergeht es der Giraffe: Kalte und feuchte Witterung ist für sie schädlich. Zu dieser Jahreszeit findet die Giraffe bei Krone nur in ihrem Wagen Schutz, der ihr keinerlei Auslauf ermöglicht."
Bereits am 15.Oktober 2002 demonstrierte „Vier Pfoten“ in Hamburg vor Zirkus Krone. Die Sprecherin des Betriebes wies damals jede Kritik zurück und berief sich auf die Einhaltung der existierenden Vorgaben für die Zirkustierhaltung. Robert Kleß dazu: "Die bestehenden gesetzlichen Regelungen sind aus Tierschutzsicht völlig ungenügend. Die Haltung der Wildtiere entspricht bei Krone bei weitem nicht den Anforderungen eines zeitgemäßen Tierschutzes."
Neben den mangelhaften Haltungsbedingungen bergen vor allem die ständigen Ortswechsel und die damit verbundenen langen Transporte für die Tiere Strapazen. Auch die Dressuren sind fragwürdig, denn das Tier muss sich dabei stets dem Willen des Menschen unterwerfen. Die erlernten Kunststücke widersprechen oftmals den Instinkten und dem natürlichen Verhalten der Tiere. Verhaltensstörungen, wie beispielsweise das Schaukeln des Kopfes beim Elefanten, sind deshalb häufig bei Zirkustieren zu beobachten.
"Wildtiere gehören nicht in den Zirkus", betont „Vier Pfoten“ Wildtierexperte Robert Kleß. "Wir fordern Zirkus Krone erneut auf, zukünftig auf Wildtiere zu verzichten. An die Politik appellieren wir, sich für ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus einzusetzen."
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Am 31. Okt. 2002 unter:
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