Greenpeace protestiert gegen Atomtransport

Mit Slogans gegen Atomkraft

Gegen den anstehenden Transport von deutschem Atommüll nach Frankreich und Grossbritannien haben Greenpeaceaktivisten am Mittwoch vor dem Atomkraftwerk Krümmel mit einer Grossbildprojektion protestiert. Mit einem Hochleistungsprojektor projizierten die Umweltschützern einen Slogan auf die Fassade des Atomkraftwerkes. Für den grössten jemals in Deutschland durchgeführten Atommülltransport rollen Castor-Behaelter aus den Atomkraftwerken Unterweser und Stade, Neckarwestheim, Krümmel, AKW-Brunsbüttel, Brokdorf und Grafenrheinfeld Richtung Frankreich. Ihre Ziele sind die Wiederaufarbeitungsanlagen im französchen La Hague und Sellafield in Grossbritannien.

Bis zum Jahre 2005 sollen nach Plänen der rot-grünen Bundesregierung und der Energieunternehmen noch rund 400 Castorbehaelter mit radioaktiven Brennelementen nach Frankreich und Grossbritannien transportiert werden. Greenpeace-Energieexperte Sven Teske warf Bundesumweltminister Jürgen Trittin bezüglich der Transporte verantwortungsloses Handeln vor. Nach Ansicht von Greenpeace verstoße der Entsorgungsweg der Wiederaufarbeitung gegen das im Atomgesetz festgeschriebene Gebot der "schadlosen Verwertung". Die teure Wiederaufarbeitung vergrössere lediglich die Menge des strahlenden Abfalls.

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