Weltbank will Bildung fördern

Lernen für die Existenz

Die Weltbank will verstärkt Bildung und lebenslanges Lernen in den Entwicklungsländern fördern. Weltbankpräsident James Wolfensohn kündigte am Mittwoch zum Beginn einer zweitägigen Konferenz in Stuttgart an, die Bank werde zusammen mit der Industrie und dem Land Baden-Württemberg gezielt Projekte anstoßen. Zur Bekämpfung von Armut müsse die Wissenskluft zwischen den reichen und den armen Ländern geschlossen werden, begründete Wolfensohn das Ziel der Projekte. Die zweitägige Konferenz "Education - Lifelong Learning und the Knowledge" in Stuttgart soll laut Wolfensohn mit einem ersten Gedanken- und Erfahrungsaustausch die Grundlage für konkrete Programme bilden.

„Wir werden morgen keine Antworten haben, aber wir werden morgen einen Beginn haben“, betonte der Weltbankchef. Neben Wolfensohn und dem baden- württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) nehmen unter anderem Litauens Präsident Valdas Adamkus, Brasiliens Erziehungsminister Paulo Renato, EU-Erziehungskommissarin Viviane Reding sowie zahlreiche Vertreter von Regierungen, Unternehmen und Entwicklungsorganisationen teil. Teufel bezeichnete Wissen und Bildung als die "entscheidende Ressource" in der heutigen Zeit. Bildung sei nicht nur für die Berufschancen einzelner Menschen wichtig, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sowie die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Daher müsse in Ländern wie den USA oder Deutschland lebenslanges Lernen angestrebt werden. Gleichzeitig sei Bildung für Menschen in ärmeren Ländern die Grundlage zur Existenzsicherung.

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