Nach der Möllemann-Affäre

FDP-Parteispitze in NRW zieht geschlossenen Rücktritt in Erwägung

Die Parteispitze der nordrhein-westfälischen FDP wird zum Sonderparteitag des Landesverbandes möglicherweise geschlossen zurücktreten. Die stellvertretende Landesvorsitzende Ulrike Flach sagte am Freitag in Berlin, sie habe sich mit ihrem Stellvertreterkollegen Andreas Pinkwart darauf verständigt, dass der geschäftsführende Landesvorstand am Montag dem Landesvorstand seinen Rücktritt anbieten werde. Dem geschäftsführenden Landesvorstand gehört neben Flach und Pinkwart noch Landesschatzmeister Andreas Reichel an. Mit ihm müsse sie vor der Sitzung am Montag noch sprechen, sagte Flach.

Einen Rücktritt des gesamten Landesvorstands, wie Bundestagsfraktionschef Wolfgang Gerhardt dies auf der Klausurtagung der Liberalen in Berlin gefordert hatte, halte sie allerdings für übertrieben. Der gesamte Landesvorstand bestehe schließlich aus mehr als 30 Personen, betonte Flach. Der für den 10 November geplante Parteitag solle eventuell verschoben werden, um vorher die FDP-Spendenaffäre in NRW möglichst vollständig aufklären zu können.

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