Brite soll in NASA- Netzwerk eingedrungen sein

US-Behörden beschuldigen Briten des "größten militärischen Hacks"

Ein 36-jähriger Brite soll in 92 Netzwerke des US-Militärs und der NASA eingedrungen sein. Wie die New York Times berichtet, haben US-Behörden in Virginia und New Jersey jetzt in acht Fällen Anklage gegen den arbeitslosen Systemadministrator Gary McKinnon erhoben. Dem Briten wird vorgeworfen, in zwölf Monaten insgesamt mit seinen Hacks über 900.000 Dollar Schaden verursacht zu haben. Einer seiner angeblichen Angriffe kurz nach dem 11. September 2001 führte zur Abschaltung eines militärischen Netzwerkes für mehrere Tage.

Die US-Staatsanwälte wollen den Briten in den USA vor Gericht stellen und streben von Großbritannien eine Auslieferung des Verdächtigen an. Im Fall einer Verurteilung drohen McKinnon bis zu fünf Jahren Haft und 250.000 Dollar Strafe für jeden nachgewiesenen Fall.

"McKinnon ist wegen des größten Hacks gegen militärische Computer angeklagt, der jemals entdeckt wurde", erklärte Paul McNulty, US-Staatsanwalt für Virginia. Allerdings stand der Angeklagte in keiner Verbindung zu einer Terrorgruppe. Auch hatte er keine geheimen Dokumente entwenden können.

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