Daten zum Castortransport

Größter Atommülltransport der Geschichte rollt

Der in diesen Tagen stattfindene Atommülltransport ist der bislang größte in der Bundesrepublik. Er bringt zwölf Castorbehälter ins atomare Zwischenlager Gorleben. Der Zug ist 660 Meter lang und hat ein Gesamtgewicht von rund 2500 Tonnen. Mehrere Waggons mit Bundesgrenzschutzbeamten, sowie zwei Hubschrauber begleiten den Transport. Die Castoren kommen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Die Behälter sind jeweils sechs Meter lang und haben einen Durchmesser von zweieinhalb Metern. Jeder der Castoren wiegt 112 Tonnen.

Die Bezeichnung steht für "Cask for Storage and Transport of radioactive Material" (Behälter für Lagerung und Transport von radioaktivem Material). Unter ihrem etwa 40 Zentimeter dicken Mantel aus Gusseisen finden je nach Bauart bis zu 28 Glaskokillen Platz. In diesen Behältern ist der hochradioaktive Müll in Glas eingeschmolzen. Durch die fortdauernden Zersetzungsprozesse des Materials kann sich der Transportbehälter an der Außenseite bis zu einer Temperatur von 50 Grad Celsius aufwärmen. In Deutschland steht als einziges Zwischenlager für die hochradioaktiven Glaskokillen derzeit das Lager in Gorleben zur Verfügung.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!