Artenschutzkonferenz in Chile

Artenschützer sehen die Ergebnisse ambivalent

Artenschützer beurteilten die Ergebnisse der 12. Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) in Santiago de Chile weitgehend ambivalent. So sei der Schutz von einigen bedrohten Tierarten wie Seepferdchen, zahlreichen Schildkröten, Stummelschwanz-Chamäleons zwar durchgesetzt worden, andere sehr bedrohte Arten zum Beispiel Elefanten, Leoparden und Seehechte seien aber nach wie vor ungeschützt. Das berichtet die Tierschutzorganisation Pro Wildlife. Erhebliche wirtschaftliche Interessen dominierten bei vielen Entscheidungen über die Vernunft und das ökologische Vorsorgeprinzip, so der Vorwurf der Artenschützer.

"Gerade für die weniger beachteten Arten konnten wir viel erreichen, doch der Preis ist angesichts der Niederlagen vor allem bezüglich Elfenbein hoch", so die Zusammenfassung der Pro Wildlife Sprecherin. "Die Genehmigung des Exportes von 60 Tonnen Elfenbein - unter angeblich scharfen Kontrollen - ist angesichts der deutlichen Zunahme von Elfenbeinschmuggel in Afrika und Asien unverantwortlich."

Die Artenschutzkonferenz 2002 hat aus Sicht der Münchner Artenschutzorganisation trotzdem auch positive Weichen gestellt: Der Schutz von Fischen und Tropenholz, bislang vom Artenschutzübereinkommen vernachlässigt, werde nun endlich verstärkt diskutiert. Zudem habe die einstimmige Unterstützung aller Anträge zu asiatischen Schildkröten einen erheblichen Beitrag geleistet, das Ausrotten dieser urtümlichen Reptilien im gesamten asiatische Raum aufzuhalten.

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