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Gefährliche Risse im Atomkraftwerk Unterweser

Atomenergie

Bei Prüfungen im derzeit abgeschalteten Atomkraftwerk Unterweser sind in drei für die Reaktorsicherheit wichtigen Rohrleitungen Risse festgestellt worden. Das berichtete das Bundesumweltministerium am Freitag. Der innenliegende Riss in einer der drei Rohrleitungen habe eine Länge von etwa 260 mm und eine Tiefe von mehr als 2 mm bei einer Wanddicke von 30 mm.

Die schadhafte Stelle befinde sich nach Angaben des Ministeriums in einem Rohrleitungsbereich, der für die Bespeisung des Dampferzeugers mit Wasser und damit für die Wärmeabfuhr aus dem Primärkreis von entscheidender Bedeutung ist. Bei einem großen Leck in diesem Bereich stellt sich die Frage einer ausreichenden Kühlung des Reaktorkerns. Das Bundesumweltministerium forderte einen Bericht der niedersächsischen Landesatomaufsicht an.

Nach einer aktuellen Auskunft der niedersächsischen Atomaufsicht waren bereits bei einer früheren Prüfung im Jahr 1995 an der gleichen Stelle Anzeichen festgestellt worden, die der Betreiber allerdings nicht als Befund einstufte. Der Stutzen besteht aus einem speziellen "hochwertigen" Reaktorwerkstoff. Die weitere Überprüfung des Kraftwerks Unterweser ergab, dass auch zwei weitere Dampferzeuger an der gleichen Stelle Rissanzeigen aufweisen. Das Atomkraftwerk Unterweser ist wegen Reparaturen im nicht-nuklearen Teil der Anlage derzeit nicht in Betrieb.

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