Birthler-Behörde

Forschungsergebnisse über Fälschung topographischer Karten in der DDR

In der DDR wurden jahrzehntelang Landkarten verfälscht. In der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin wurde dieses Phänomen jetzt eingehend untersucht. Die Ergebnisse dieser Forschungen wurden in einem Buch veröffentlicht, das am Freitag in Berlin vorgestellt wird. Die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, sagte, sowohl offizielle topographische Karten als auch Wander- und Touristenkarten in unterschiedlichem Maße von den DDR-Oberen auf Geheiß der Sowjetunion manipuliert wurden. Auch die Autokarten seinen stark verfälscht worden.

Den Angaben zufolge gab es verschiedene Ausgaben topographischer Karten. So genannte "AS", die nur für Militär und Stasi zugänglich war und die Ausgabe für die Volkswirtschaft, genannt "AV". Vor allem letztere habe die DDR-Führung aus überzogenem Sicherheitsdenken heraus systematisch verfälscht. Bestimmte Objekte wie Türme oder Kirchen fehlten oder wurden verrückt, berichtete Buchautorin Dagmar Unverhau. Militäranlagen oder Industriegebiete wurden durch Weglassen oder Verschieben "getarnt". Die Folgen für die DDR-Volkswirtschaft waren nach ihren Worten verheerend.

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