Weltkinderrechtstag in Köln

Schulbauten, Ampelschaltungen und Verkehrswege nicht kindgerecht

Die Rechte der Heranwachsenden werden in Deutschland weitgehend übergangen, sagte der Völkerrechtler Alexander Lorz am Freitag auf dem Kinderrechtetag in Köln. Schulbauten, Ampelschaltungen und Verkehrswege seien nach Ansicht des Kinderhilfswerks Unicef vielerorts nicht kindgerecht. So spielten auch zehn Jahre nach der Unterzeichung der UN-Kinderrechtskonvention durch die Bundesregierung die Interessen der jungen Generation vor allem im Städtebau eine untergeordnete Rolle, betonte Lorz, der im Auftrag von Unicef ein Gutachten zu den Kinderrechten erstellt hatte. Der Jurist sagte, jede Missachtung der Kinderinteressen verstoße gegen das Völkerrecht.

Die Belange der Heranwachsenden müssten bei Standortentscheidungen etwa für Schulen und Kindergärten oder Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Auf dem vierten deutschen Kinderrechtetag diskutierten Experten über die Umsetzung der internationalen Rechtsvorschriften für Kinder. Veranstalter sind Unicef und National Coalition, ein Zusammenschluss aus 100 Organisationen, die sich für die Belange aller in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen einsetzen.

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