Zu wenig Zahler

Eckdaten zur Rentenversicherung

Im Jahr 2000 waren nach Angaben des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) rund 42 Millionen Menschen in Deutschland rentenversichert. Der Rentenversicherungsbeitrag liegt bei 19,1 Prozent. Er wird im nächsten Jahr auf 19,5 Prozent erhöht. Die Erhöhung der Rentenbeiträge um einen Prozentpunkt brächte rund 10,41 Milliarden Euro Einnahmen für die BfA. Wenn weniger Menschen arbeitslos wären und rentenversicherungspflichtig würden, kämen pro 100.000 zusätzlichen Beitragszahlern rund 242 Millionen Euro jährlich an zusätzlichen Einnahmen in die Rentenkasse.

STANDARDRENTE: Mit der so genannten Standardrente können verschiedene Szenarien berechnet werden, um aufzuzeigen, wie sich Gesetzesänderungen auf die durchschnittliche Rentenhöhe auswirken. Im Jahr 2002 liegt das Standardrentenniveau bei 69,4 Prozent. Das heißt, ein Standardrentner bekäme 69,4 Prozent seines letzten Bruttogehaltes als Rente. Das entspricht laut der BfA einer Standardnettomonatsrente von 1062,17 Euro. Dabei handelt es sich jedoch um eine Rechengröße, wenn ein Rentner zum Beispiel nicht bis 65 arbeitet, liegt die tatsächliche Rente viel niedriger.

Die Standardrente wird für einen Versicherten mit 45 Versicherungsjahren kalkuliert. Pro Jahr werden Beiträge auf der Basis des durchschnittlichen Bruttoentgelts aller Versicherten berechnet. Mit der Standardrente wird das allgemeine Versorgungsniveau gemessen. Sie stellt eine wichtige Referenzgröße dar, da die individuellen Renten von so vielen Faktoren abhängen, dass eine Vergleichbarkeit schwierig ist.

BUNDESZUSCHUSS: Der Bund leistet Zuschüsse zu den Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung. Damit werden zum Teil Leistungen gedeckt, für die keine Beiträge entrichtet wurden, so genannte versicherungsfremde Leistungen. Neben den Beiträgen der Versicherten sind die Bundeszuschüsse die zweite wesentliche Einnahmequelle der Rentenversicherung. Seit 1998 gibt es einen zusätzlichen Bundeszuschuss aus der Mehrwertsteuererhöhung und Einnahmen aus der Ökosteuer. Der Bundeszuschuss liegt 2002 bei 18,2 Prozent der Renten, der Anteil des zusätzlichen Bundeszuschusses aus Mitteln der Mehrwertsteuererhöhung bei 4,0 Prozent und der Anteil der Mittel aus der Ökosteuer bei 3,6 Prozent.

SCHWANKUNGSRESERVE: Die Schwankungsreserve soll konjunkturbedingte Veränderungen in der Beitragszahlung abfedern. Bis zum Jahre 2001 betrug diese "eiserne Reserve" eine Monatsauszahlung der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten. Die Schwankungsreserve wurde dann zunächst auf 80 Prozent einer Monatsauszahlung verringert und wird nun weiter auf 50 Prozent reduziert. Im Jahr 2002 entspricht eine volle Monatsauszahlung einem Betrag von rund 15,3 Milliarden Euro.

BEITRAGSEURO: (Zahlen von 2000) Von jedem Euro eingezahlter Rentenbeiträge werden 63,3 Prozent als Altersrenten ausgezahlt, 8 Prozent decken die Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und 17,2 Prozent sind Hinterbliebenenrenten. Weitere 6,7 Prozent fließen in die Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner, 2 Prozent werden zur Deckung von Leistungen zur Rehabilitation verwendet. Die Verwaltungs- und Verfahrenskosten schlagen mit 1,6 Prozent zu Buche, weitere 0,9 Prozent werden an sonstigen Ausgaben getätigt.

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