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Insolvenz-Rekord in Deutschland

Pleiten

Deutschland droht ein neuer Rekord an Insolvenzen. Die Zahl der Unternehmenspleiten werde in diesem Jahr mit rund 41 500 um ein Drittel höher liegen als 2001, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU), Dieter Plambeck, am Donnerstag in Berlin. Zugleich erwartet der Verband 30 000 Insolvenzen von Verbrauchern und Selbstständigen. Dies sei doppelt so viel wie im Vorjahr. Die Verschuldung per Konsumentenkredit erreiche mit durchschnittlich 40 000 Euro eine neue Höchstmarke, sagte der Verbandspräsident. Grund für die schlechte Lage der Firmen sei neben einer dünnen Eigenkapitaldecke auch die schlechte Zahlungsmoral. Zur Verbesserung der Zahlungsmoral legte der Inkasso-Verband ein Zehn-Punkte-Programm vor.

Kern des Programms ist ein Bündnis für Überschuldung, dass ähnlich der Hartz-Kommission Lösungen aufzeigen soll. Zudem sollten die Verzugszinsen erhöht werden. Von der öffentlichen Hand forderte Plambeck zukünftig eine Vorbildfunktion beim Zahlungsverhalten, eine Aufstockung bei der Zahl der Schuldnerberater und der Gerichtsvollzieher sowie eine konsequente Anwendung der Meldepflicht, da sich viele Schuldner durch Umzug ihren Verpflichtungen entzögen. 69 Prozent der befragten Inkasso-Unternehmen beklagten, dass die Zahlungsmoral im vergangenen halben Jahr weiter abgenommen habe.

Die Pleitewelle überrolle vor allem den Mittelstand. Branchenbezogen habe vor allem das Baugewerbe zu leiden, auf das knapp ein Drittel der Insolvenzen entfalle. Inzwischen würden immer mehr Firmen durch eine Insolvenz ihrer Kunden ebenfalls in die Insolvenz gezwängt, sagte Plambeck.

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