Neue Tarife
BahnCard-Inhaber zahlen massiv drauf
Das ZDF-Magazin WISO führte Modellrechnungen mit etwa einhundert Strecken im Regionalverkehr bis 200 Kilometer durch: Jeder Einzelfahrer mit Bahncard reist an einem Tag eine beliebige Strecke hin und zurück zum jeweils günstigsten gültigen Fahrpreis mit allen Rabatten. Dieser günstigste Preis beträgt heute in allen Fällen deutlich weniger als ab dem 15. Dezember. Hier macht sich unter anderem der Wegfall der bisherigen Interregio-Züge deutlich bemerkbar. Diese Züge werden lediglich neu lackiert. Sie fahren zu den bisher üblichen Zeiten, aber als teurere Intercity-Züge.
Aber auch wenn die genutzten Züge wie etwa der RegionalExpress identisch bleiben, erhöht die Bahn die Preise für den alleinreisenden Bahncard-Inhaber oft um 50 Prozent. Beispiel: Frankfurt-Mannheim (83 km). Der Preis steigt am Stichtag 15.12. von bisher 12,40 Euro auf demnächst 18,60 Euro: 50 Prozent teurer. Beide Male fährt eine Einzelperson die Strecke Hin und Zurück an einem Tag und nutzt alle möglichen Rabatte. Die Beispiele gleichen sich bundesweit.
Obwohl die Deutsche Bahn in ihrer Werbung vom heutigen Tage in Tageszeitungen wörtlich verspricht: „Im Nahverkehr bis 140 Kilometer bleiben die Preise stabil, danach wird es sogar günstiger“, ist für BahnCard-Besitzer das Gegenteil nachweisbar: Die Strecke Chemnitz - Halle kostet bisher 16,60 Euro und verteuert sich am 15.12. auf 24,90 Euro: 50 Prozent Mehrkosten. Ähnliches gilt für die Strecken Passau - Regensburg, Hanau - Würzburg, Heidelberg - Ludwigsburg, Chemnitz - Halle, Kiel - Hamburg, Rostock - Schwerin, Dessau - Potsdam, Ulm - Augsburg, Aachen - Remscheid und viele andere.
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Am 26. Nov. 2002 unter:
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