Tankerunglück

Schlechtes Wetter behindert Aufräumarbeiten in Spanien

Das schlechte Wetter vor der spanischen Küste behindert die Säuberungsarbeiten an der spanischen Küste. Alle Ölbekämpfungsschiffe vor Ort hätten die Arbeit eingestellt, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven am Dienstag. Durch den hohen Wellengang bestehe die Gefahr, dass die Maschinen zur Ölaufnahme beschädigt würden. In Abstimmung mit den spanischen Behörden lägen die Schiffe nun vor der Küste und warteten auf bessere Wetterbedingungen. Allerdings seien die Wettervorhersagen mit bis zu acht Windstärken eher negativ. Der mit 77 000 Tonnen Öl beladene Tanker "Prestige" war am 19. November vor Nordwestspanien leckgeschlagen und gesunken. Umweltverbände berichten, dass das Öl langsam aus dem Schiffsinneren austritt.

Sie befürchten, dass kleine Ölklumpen an die Wasseroberfläche steigen und von den Wellen an Land geschwemmt werden. Dies würde die Verschmutzung der Küste noch verschlimmern. Einzelne Organisationen rufen zur Hilfe vor Ort auf. Die Küste Galiciens ist schon jetzt auf ca. 300km mit dem Schweröl verunreinigt.

Das deutsche Schadstoffunfallbekämpfungsschiff Neuwerk war am Montagabend im geplanten Einsatzgebiet eingetroffen. Das Schiff der Sonderstelle des Bundes zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung (SBM) kann Öl- und Chemikalienunfälle bekämpfen und gilt als eines der modernsten der Welt. An Bord sind Spezialisten der SBM und der Sonderstelle der Länder zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung (SLM).

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