Mittelstands-Herbstumfrage
Mittelstand beurteilt Geschäftslage als sehr schlecht
Zwar sei die Prognose auf Grund der Winterflaute in der Bauwirtschaft im Herbst erfahrungsgemäß immer schwächer als bei den Frühjahrsumfragen, kommentiert die DZ-Bank. Jedoch seien die aktuellen Ergebnisse zur Beschäftigungslage die schlechtesten seit Herbst 1996. Etwas besser seien die Umfrageergebnisse zur
Einschätzung der Geschäftsperspektiven. Knapp ein Drittel der befragten Mittelständler rechneten mit einer Verbesserung der Wirtschaftslage in den kommenden sechs Monaten, während 18 Prozent eine Verschlechterung erwarteten. Damit sei der Mittelstand per saldo zwar optimistischer als vor einem Jahr, aber pessimistischer als bei der Frühjahrsumfrage 2002.
Bei der Beurteilung der Geschäftslage sei zum dritten Mal in Folge eine Verschlechterung zu verzeichnen gewesen. Erstmals seit Einführung der regelmäßigen Mittelstandsumfrage im Jahr 1995 bezeichneten mehr als 50 Prozent der Unternehmen die eigene Lage als schlecht.
Als Wachstumsbremse macht die DZ-Bank auch die unzureichende Kapitalausstattung des Mittelstandes aus. So machten der Umfrage zufolge in Ostdeutschland rund 54 Prozent der Unternehmen keinen Gewinn oder schlossen lediglich mit einem kleinen Ertrag ab. In Westdeutschland treffe dies auf 38 Prozent der Unternehmen zu. Etwa ein Drittel der Mittelständler räumte ein, dass die Eigenkapitalquote des Unternehmens zu niedrig sei. Und über größere Schwierigkeiten bei der Zusage von Bankkrediten berichteten 36 Prozent der Unternehmen in West- und 43 Prozent in Ostdeutschland.
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Am 27. Nov. 2002 unter:
arbeitStichworte:
« Deutschland erwägt Lieferung von "Fuchs"-Spürpanzern an Israel
Deutschland bei Windkraftnutzung an der Spitze »

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