BUND-Kritik
EU-Kompromiss zu Gentechnik stellt Agrarwende in Frage
Vier von fünf Konsumenten in Deutschland lehnten bisher die Anwendung der Gentechnik bei der Nahrungsmittelproduktion grundsätzlich ab. Der Auftrag an die Politik, eine gentechnikfreie Landwirtschaft und null Prozent Gentechnik in Lebensmitteln zu garantieren, sei nicht erfüllt worden.
Die nach BSE und MKS eingeleitete Agrarwende sieht der BUND nun akut gefährdet. Durch Pollenflug und Futtermittel könne bald die gesamte Landwirtschaft gentechnisch kontaminiert sein. Davor sei auch der ökologische Landbau nicht zu schützen. Ein schweres Versäumnis der Agrarminister sei es zudem, Produkte von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert worden sind, nicht zu kennzeichnen. Damit werde der Grundsatz der umfassenden Verbraucherinformation verletzt. Der BUND fordert die EU-Parlamentarier auf, einer Kennzeichnung erst oberhalb der 0,9-Prozent-Grenze nicht zuzustimmen.
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Am 29. Nov. 2002 unter:
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