Fischerei

Dramatisch niedriger Kabeljaubestand durch Überfischung

Dem Kabeljau in der Nordsee geht es äußerst schlecht. Neueste Untersuchungen in der Deutschen Bucht haben nach Angaben der Bundesforschungsanstalt für Fischerei den niedrigsten Wert an Jungkabeljau seit 20 Jahren erbracht. Die Fänge mit dem Forschungskutter "Solena" Anfang November zeigten, dass der Nachwuchs aus dem Jahr 2002 beinahe komplett fehle, teilte die Behörde am Freitag in Hamburg mit. Mit einer schnellen Erholung des überfischten Kabeljaubestandes der Nordsee sei nicht zu rechnen.

Die Bundesforschungsanstalt untersucht regelmäßig im Herbst und im Frühjahr die Stärke des Nachwuchses bei den so genannten Bodenfischen wie Kabeljau, Klieschen und Schollen. Wegen der dramatischen Abnahme des Kabeljaubestandes seit 1970 von 270 000 Tonnen auf etwa 40 000 Tonnen kommt diesen Untersuchungen besondere Bedeutung zu. Der EU-Ministerrat wird Mitte Dezember entscheiden, ob der Kabeljaufang in der Nordsee vorübergehend eingestellt werden soll.

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