Dachverband der Kritischen Aktionäre

Scharfe Kriterien für "Grüne Investitionen" veröffentlicht

Enge Kriterien für ethische Geldanlagen präsentiert der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre zur Messe "Grünes Geld", die am Donnerstag in Düsseldorf eröffnet wird. Von Verletzungen der Menschenrechte über den Raubbau an natürlichen Ressourcen bis zur mangelnden Informationsoffenheit reichen die Negativkriterien, nach denen die Kritischen Aktionäre jedes Unternehmen für ein ethisches Investment disqualifizieren. Andererseits nennen sie positive Kriterien für Geldanlagen. Dazu gehören faire Handelsbeziehungen mit der sogenannten Dritten Welt, biologische Landwirtschaft und die Wahrung der Rechte von Beschäftigten.

Das Kriteriensystem entstand aus einer Diskussion innerhalb der Mitgliedsorganisationen des Dachverbandes, die sich in den Hauptversammlungen deutscher Aktiengesellschaften für mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Umweltschutz einsetzen. "Obwohl es bereits zahlreiche Kriterienkataloge gibt", betont der Geschäftsführer des Dachverbandes, Henry Mathews, "war es angesichts der zahlreichen Mogelpackungen am Markt notwendig, die Messlatte in die richtige Höhe zu rücken". Um so erfreuter zeigt sich Mathews, dass Verbraucherschützer das neue Kriteriensystem bereits als Referenz in einem verbraucherpolitischen "Positionspapier zum ethischen Investment" anführen, das ebenfalls zur Messe "Grünes Geld" veröffentlicht wurde.

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