Ermittlungen zu Brand im Nachtzug dauern an
Feuerwehrverband: Rauchmelder im Zug könnten Brandopfer verhindern
Einen Tag nach dem Brand im Nachtzug von Paris nach München dauern die Ermittlungen über die Unglücksursache an. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Donnerstag mit, dass die drei deutschen Opfer aus Süddeutschland kommen. Es handelt es sich den Angaben zufolge um einen 37-jährigen Mann aus Baden-Württemberg sowie zwei Bayern im Alter von 35 und 55 Jahren. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Feuer im Abteil des Schlafwagenbetreuers im ersten Wagen hinter der Lokomotive ausgebrochen. Der Mann steht unter Schock und wird in einem Krankenhaus in Nancy behandelt. Die Vertreter der Deutschen Bahn konnten ihn daher noch nicht zum Unfallhergang befragen.
Nach Angaben der Bahn wurde der französische Zugchef durch den Schlafwagenbetreuer von dem Brand informiert. Der Zugchef entschied daraufhin, den Zug bis in den Bahnhof von Nancy zu fahren und eine Notbremsung zu veranlassen, da nur im Bahnhof oder in unmittelbarer Nähe schnelle Rettungsmaßnahmen ergriffen werden konnten, wie die Bahn weiter mitteilte. Fast zeitgleich bemerkten französische Bahnbedienstete den Brand und schalteten den Strom in der Oberleitung ab, so dass der Zug etwa 800 Meter hinter dem Bahnhof zum Stehen kam.
Der 38 Jahre alte Schlafwagen, in dem das Feuer ausbrach, entspricht laut Bahn den Sicherheitsstandards der Vereinigung internationaler Eisenbahnen (UIC). Auf Grund der europäischen Brandschutznormen seien derartige Wagen nicht mit Feuer- oder Rauchmeldern ausgestattet. Sie seien mit Feuerlöschern ausgerüstet und verfügten in den Abteilen über Nothammern und Notausstiegsfenster. Auf diese Weise hatten sich auch Fahrgäste aus dem brennenden Waggon befreit.
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Am 07. Nov. 2002 unter:
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