Handys und Auto

Neue Studie: Telefonieren am Steuer gefährlicher als Fahren unter Alkohol

In einer Studie der britischen Versicherungsgesellschaft Direct Line wurde kürzlich festgestellt, dass Telefonieren am Steuer gefährlicher ist als Fahren mit Alkohol im Blut. Die Reaktionszeiten waren um 30 Prozent länger als bei den mit etwa 0,8 Promille betrunkenen Autofahrern. Gegenüber dem Normalzustand verschlechterte sich die Reaktionsphase um die Hälfte. Telefonierer können insbesondere keine konstanten Geschwindigkeiten und Sicherheitsabstände einhalten, teilt der Verkehrsverein Umkehr e.V. mit.

Die Studie zeigte, dass selbst Nutzer von Freisprechanlagen, später als andere Autofahrer Verkehrsschilder wahrnehmen. Zur besseren Einschätzung des Ergebnisses der Studie: Durch Alkohol am Steuer kommen in Deutschland etwa 1.000 Personen pro Jahr ums Leben.

Der Vergleich mit Radio hören - was als ungefährlich respektive teilweise als positive Stimulans gesehen wird - trifft nach Meinung von Umkehr e.V. nicht zu. Erstens seien die motorischen Tätigkeiten beim Telefonieren umfangreicher und zweitens die emotionale Anteilnahme und damit die "Belegung" der Konzentrationsfähigkeit beim Telefonieren deutlich höher.

Auch in anderen wirtschaftlichen Bereichen wird die Symbiose von Autofahrer und Handy immer enger. Angeboten werden z.B. SMS mit Hinweisen auf billige Tankmöglichkeiten und in einem EU-Modellversuch wird die Reservierung von Parkplätzen via Handy getestet. Trotzdem führe kein Weg an der Erkenntnis vorbei: ein Handy-am-Steuer-Verbot ist eine wirksame Maßnahme zur Reduzierung von Unfällen.

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