headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst für Lohnangleichung West-Ost

Tarifkampf

Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben in mehreren Bundesländern ihre Warnstreiks fortgesetzt. Am Dienstagmorgen legten sie für mehrere Stunden die Arbeit nieder, um der Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einer Gehaltserhöhung von deutlich mehr als drei Prozent für die knapp drei Millionen Arbeiter und Angestellten Nachdruck zu verleihen. Im Osten verlangt die Gewerkschaft zudem die Angleichung der Einkommen an das Westniveau bis zum Jahr 2007. Die Arbeitgeber bestehen wegen der knappen öffentlichen Kassen auf einer Nullrunde.

Am Mittwoch wollen Gewerkschaft und die Arbeitgeber von Bund, Ländern und Gemeinden in Berlin zu Sondierungsgesprächen in kleiner Runde zusammentreffen. Die Tarifverhandlungen werden am 18. Dezember in Kassel fortgesetzt.

In Thüringen traten am Morgen rund 600 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes in einen befristeten Streik. In der Landeshauptstadt Erfurt und weiteren Städten folgten unter anderem Mitarbeiter aus den Verwaltungen und Zivilbeschäftigte der Bundeswehr dem Aufruf der Gewerkschaft. In Schwerin sowie mehreren Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns mussten Fahrgäste in eisiger Kälte stundenlang auf Busse und Bahnen warten. In Rostock setzte die Müllabfuhr die Arbeit aus. Insgesamt waren etwa 1200 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes in dem nordöstlichen Bundesland zum Ausstand aufgerufen.

Auch in Bayern und Sachsen wurden die befristeten Streikaktionen am Morgen fortgesetzt. Bereits am Montag hatten sich in Bayern nach Gewerkschaftsangaben mehr als 1000 Menschen an der ersten Streikwelle beteiligt.

Der bayerische ver.di-Landesbezirksleiter Josef Falbisoner forderte die Arbeitgeber auf, ein "vernünftiges Angebot" vorzulegen. "Sonst werden wir die Gangart noch einmal deutlich verschärfen", warnte Falbisoner. Streikschwerpunkte in Sachsen waren Zwickau und Kamenz.

Auch in Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein hatte ver.di zu Protestaktionen aufgerufen. Unter anderem wurden die Stadtwerke in Freiburg, Ulm, Frankfurt am Main, Darmstadt, Flensburg und Kiel bestreikt.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!